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Wenig trinken hilft nicht gegen Harndrang |
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Wenig trinken hilft nicht gegen Harndrang. Dies verschlechtert die Situation sogar auf Dauer. Darauf weist der Coburger Urologe Dr. Joachim Glaser in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten hin. "Durch die Füllung der Blase wird die Blasenmuskulatur gedehnt und gleichzeitig gekräftigt", erläutert er. "Bei zu geringer Füllung nimmt mit der Zeit das Fassungsvermögen der Blase ab. Dadurch setzt der Harndrang immer früher bei immer geringeren Flüssigkeitsmengen ein." Zudem konzentriere sich bei zu geringer Trinkmenge der Urin und könne dann die Blase reizen.
Wer die Toilette aufsucht, wenn kein oder nur ein geringer Druck besteht, erzieht seine Blase dazu, schon bei geringer Füllmenge Harndrang zu melden, ergänzt Dr. med. Christian Albring, Präsident des Bundesverbandes der Frauenärzte. Er rät, nicht dem ersten Bedürfnis nach Entleerung nachzugeben, sondern den Toilettengang möglichst weit hinauszuschieben. Denn, so die gute Nachricht, bis zu einem gewissen Grad lässt sich die Blase trainieren.
Hinter einem gesteigerten Harndrang können viele Ursachen stecken – von Herzmuskelschwäche über Venenprobleme bis zu einer vergrößerten Prostata. Auch manche Arzneimittel können die Symptome auslösen. Daher sollten Betroffene sich nicht scheuen, bei Arzt und Apotheker um Rat zu fragen.
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