Urlaub: ausruhen, austoben, ausflippen PDF Drucken E-Mail
Für einen wirklich schönen, gelungenen Urlaub gilt es nicht nur zu überlegen wo, sondern auch wie man ihn verbringen möchte. Das rät Diplom-Psychologe und Dozent für Tourismuswissenschaft Dr. H. Jürgen Kagelmann aus München in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Juni 2011. Ob jemand im Urlaub eher durch Ruhe oder bei Aktivitäten vom Alltag abschaltet, hängt stark von den individuellen Voraussetzungen ab.

Viele sind gut beraten, ihren Erlebnishunger ein wenig zu zügeln, damit der Stressabbau nicht selbst in Stress ausartet. »Viele Menschen muten sich eindeutig zu viel zu«, sagt Kagelmann. »Man will zu viel unternehmen, zu viel sehen, zu viel machen und überträgt damit das Leistungsprinzip aus dem Alltag auf die Zeit des Urlaubs.« Als Beispiel nennt er Studienreisen für Senioren. »Die Touren werden von A bis Z durchgeplant, und in diesen 14 Tagen absolvieren die Teilnehmer ein unglaublich anstrengendes Programm.

Für die Umstellung von Alltagsstress auf Urlaubsreise empfiehlt Kagelmann zwei bis drei Tage Puffer, und zwar in beide Richtungen: »Ein abrupter Wechsel von 0 auf 100 oder in eine erzwungene Untätigkeit bekommen niemandem gut.« Darum muss der Computer für sonst Vielbeschäftigte im Urlaub auch nicht zwangsläufig tabu sein. »Denkbar wären zu Anfang morgens und abends eine Stunde am Computer. Im Laufe der Zeit könnte man die abendliche Sitzung einsparen.«

 

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