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Nasenspülungen: Wer, warum, womit, wie oft? |
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Viele Patienten, die unter einer Erkrankung der Nase leiden, können mit Nasenspülungen nicht nur ihre Beschwerden lindern, sondern auch Arzneimittel einsparen. Das sagt Professor Dr. Rainer Weber. Dazu gehörten zum Beispiel Patienten mit akuten und chronischen Entzündungen der oberen Atemwege. Aber auch bei allergischen Beschwerden wie Heuschnupfen bietet sich die Nasendusche an, erklärte der Leiter der Sektion Nasennebenhöhlenchirurgie der HNO-Klinik am Städtischen Klinikum Karlsruhe.
"Auch wer in der Erkältungssaison Infekten vorbeugen möchte, darf gerne zur Nasenspülung greifen", ergänzt Weber. Die Spüllösung besteht üblicherweise aus einer Mischung aus Wasser und Salz. Als ideal gilt eine sogenannte isotone Salzlösung. Sie besitzt dieselbe Konzentration wie die Körperflüssigkeit. Ist die Salzkonzentration zu hoch, kann es zu Reizungen der Schleimhäute kommen. "Gut eignen sich portionsweise abgepackte Spezialsalze aus der Apotheke", erläutert der Experte. "Hier stimmt die Konzentration automatisch." Ein besonderer Vorteil: Dieses Spezialsalz enthält Bicarbonat, das Säuren abpuffert und sich positiv auf die Nasenschleimhaut auswirkt. Wie sich hingegen Trennmittel aus Speisesalz auswirkten, wisse man noch nicht genau, so Weber.
Zur Vorbeugung von Erkältungen rät Weber, die Nase einmal täglich zu spülen, bei Entzündungen der Nebenhöhlen zwei- bis dreimal, bei starken Verkrustungen kurzfristig auch häufiger.
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