Innere Uhr im Auge entdeckt PDF Drucken E-Mail
Es gibt sie, die innere Uhr, es gibt sogar mehrere davon, die von einer Hauptuhr gesteuert werden. Und: Man muss sie regelmäßig stellen. »Die innere Uhr würde ohne Korrekturen immer mehr hinterherhinken und nicht mehr mit unserem Tag-Nacht-Wechsel oder unseren Arbeitszeiten übereinstimmen«, erklärt Professor Dr. Till Roenneberg von der Ludwig-Maximilians-Universität in München in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Februar 2011. Das wichtigste Korrektursignal für die innere Uhr ist das Sonnenlicht, genauer: der Anteil des blauen Lichts. Die besonderen Sensoren dafür haben Forscher erst kürzlich in der Netzhaut des Auges entdeckt. Man weiß, dass sie auf künstliches Licht nicht ansprechen. Wer seine innere Uhr stellen will, muss ans Tagelicht gehen, wobei wenig zur richtigen Zeit bereits genügt. Dazu reicht ein morgendlicher Spaziergang. Besonders wer morgens nur schwer in Schwung kommt, sollte dafür auf abendliche Spaziergänge verzichten.

Über die Sensoren für den blauen Anteil des Lichts verbessert Tageslicht auch die Stimmung und macht wacher. Gerade in der sonnenarmen Jahreszeit gilt daher: Öfter mal an die frische Luft und so viel Tageslicht tanken, wie man bekommen kann. Faustregel: wenigstens eine Stunde pro Tag.
 

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