Erdnuss-Allergie abschwächen PDF Drucken E-Mail
Bereits geringste Mengen von Erdnüssen können bei allergischen Menschen heftige und sogar lebensbedrohliche Beschwerden auslösen. Dank Medizinern der Charité Berlin gibt es jetzt Hoffnung, den Betroffenen zukünftig einmal mit einer speziellen Gewöhnungstherapie helfen zu können, heißt es in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Dezember 2011. »Schon vor zwanzig Jahren hat man versucht, Erdnuss-Allergikern genauso wie Pollen- oder Insektengift-Allergikern Extrakte mit Allergie-Auslösern zu spritzen, um das Immunsystem daran zu gewöhnen. Das brachte zwar einen Effekt, doch waren die Nebenwirkungen untragbar hoch«, informiert Dr. Katharina Blümchen von der Berliner Charité.

Ihre Arbeitsgruppe wagte nun einen neuen Versuch. Allerdings wurde der Extrakt den Patienten nicht gespritzt, sondern in Mini-Mengen zu essen gegeben. Im Verlauf mehrerer Monate wurde die Dosis in vierzehntägigem Abstand langsam gesteigert. Von den 23 teilnehmenden Kindern haben am Ende der Studien 14 Kinder Erdnüsse toleriert. Dr. Blümchen: »Diese Kinder und Jugendlichen haben am Anfang bei durchschnittlich einer viertel Erdnuss reagiert, zum Ende der Studie waren es dann im Mittel vier Erdnüsse.« Da Erdnüsse in Spuren in vielen Lebensmitteln vorkommen, wäre das ein großer Fortschritt für alle Betroffenen.