Drehwurm macht Kindern kein Problem PDF Drucken E-Mail
Sich drehen, wippen, schaukeln oder einen Abhang hinunterkullern – was Kindern richtig Spaß macht, verursacht Erwachsenen meist eher ein flaues Gefühl im Magen. »Wenn Informationen, die die Sinne liefern, nicht zusammenpassen, verwirren sie das Gehirn. Dann kommt es zu Übelkeit und Schwindel«, erklärt Professor Dr. Michael Strupp, Leiter der Schwindel-Ambulanz an der Universitätsklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. März 2011. Der Zustand lässt sich gut an einer Karussellfahrt erklären: Wenn man vom Karussell absteigt, hält das Drehgefühl – wegen des weiterhin aktiven Gleichgewichtsorgans – noch einen Moment an, während Augen und Muskeln das Ende der Bewegung melden. Folge dieser widersprüchlichen Meldungen an das Gehirn: Übelkeit und Schwindel. Nicht immer ist Schwindel jedoch ein harmloses Symptom; er kann auch Ausdruck einer Erkrankung sein. Daher sollten die Ursachen von unerklärlich auftretendem Schwindel ärztlich abgeklärt werden.

Bei Kindern ist der Gleichgewichtssinn hingegen noch nicht vollständig entwickelt. Was Erwachsenen Übelkeit verursacht, fördert ihre Entwicklung. »Gerade Schaukel- und Drehbewegungen sind wichtig, weil sie diejenigen Systeme im Körper stimulieren, die für das Finden und Halten des Gleichgewichts von Bedeutung sind«, erläutert Strupp.
 

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