Wissen Sie noch, wie viele Medikamente Sie 2009 eingenommen haben? PDF Drucken E-Mail
Das Deutsche Arzneimittelprüfungsinstitut hat herausgefunden, dass jeder vierte Versicherte einer gesetzlichen Krankenkasse – das sind 15 Millionen Bundesbürger – im Laufe des Jahres 2009 fünf oder mehr unterschiedliche Wirkstoffe zur Behandlung einer Erkrankung erhalten hat. Bei mehr als 7 Millionen Patienten verordneten Ärzte sogar elf oder mehr Wirkstoffe.
Mit der Anzahl der Arzneimittel, die Patienten gleichzeitig einnehmen, steigt das Risiko von Wechselwirkungen: Die Arzneimittel vertragen sich nicht, sie wirken anders als vorgesehen oder gar nicht. Besonders wenn verschiedene Ärzte gleichzeitig Medikamente verordnen, sollte stets überprüft werden, ob Wechselwirkungen bestehen. Dafür ist Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker der richtige Ansprechpartner. Sie können mögliche Interaktionen entdecken und die erkannten Probleme gemeinsam mit dem Arzt lösen. Wichtig ist: Nicht nur verschreibungspflichtige Arzneimittel, sondern auch vermeintlich "harmlose" Medikamente aus der Selbstmedikation können sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen: Beispielsweise hemmen Calciumtabletten die Wirkung bestimmter Antibiotika.

Deshalb ist es entscheidend, dass Sie den Apotheker über alle eingenommenen Medikamente informieren. Dann können Sie in der Apotheke noch besser betreut und über das Zusammenwirken Ihrer Arzneimittel beraten werden. Wenn Patient, Arzt und Apotheker so zusammenarbeiten, werden mögliche Interaktionen ausgeschlossen und die Arzneimitteltherapie optimiert.

Um immer auf dem neuesten Stand der medizinischen und pharmazeutischen Entwicklung zu sein, bilden sich Apothekerinnen und Apotheker in ganz Deutschland regelmäßig fort. Allein in Bayern organisieren wir jährlich über 400 Fortbildungsveranstaltungen mit mehr als 20000 Teilnehmern, die Ihnen in allen Gesundheitsfragen als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Sie und die täglich über 4 Millionen Kunden der deutschen Apotheken erleben, wie ihnen diese Serviceleistungen der wohnortnahen Individualapotheke nützen. Fragen Sie Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker vor Ort – Sie werden gerne beraten.

Ihr
Thomas Benkert, Präsident der Bayerischen Landesapothekerkammer

Gasteditorial, entnommen der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. August 2010
 

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