Wie Apotheken älteren Menschen helfen PDF Drucken E-Mail
Geriatrische Pharmazie heißt der neue Bereich der Weiterbildung für Apo theker, bei der man auf die speziellen Anforderungen und Risiken der häufig umfangreichen Arzneimittel therapie älterer Menschen geschult wird. Dies erklärt die zuständige Geschäftsführerin für Pharmazie bei der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in Berlin,
Dr. Christiane Eckert-Lill.
Für die geriatrische Pharmazie packt der fertig ausgebildete Apotheker zusätzlich 100 Stunden oben drauf. Eckert-Lill: "Er muss zudem eine Schulung des Pflegepersonals durchführen, eine bestimmte Zahl Arzneimitteltherapien von Patienten pharmazeutisch beur teilen, ein Praktikum, zum Beispiel in einem Pflegeheim, machen sowie eine Prüfung bestehen. Dann darf er die Zusatz bezeichnung ›geriatrische Pharmazie‹ führen." Eine Urkunde bescheinigt es ihm.

Das ist gut so, denn immer mehr ältere Menschen wollen immer länger in ihren eigenen vier Wänden leben. Sie bekommen zahlreiche Medikamente verordnet. Aber wie die sich beim alten Menschen verhalten, wurde bei der Arzneimittel zulassung nicht geprüft. Und die ärztliche Visite ist oft zu kurz, um vordergründig harmlose Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Schwindel abzuklären und den Arzneimitteln zuzuordnen. Oftmals kennt der eine Arzt die Verschreibungen des anderen auch gar nicht.

Die Ärzte sind nicht komplett über die Therapien des jeweils anderen informiert, ergänzt er. Oder es werden Krankenhausverordnungen weitergeführt, ohne dass der Patient diese noch benötigt, so die Erfahrung des Apothekerkammerpräsidenten, Lutz Engelen.
 

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