Wer sich beraten lässt, profitiert mehr von seinen Arzneimitteln. PDF Drucken E-Mail
Das Vertrauen von Patientinnen und Patienten in die Unabhängigkeit und Kompetenz des Apothekenteams ist zentral für den Erfolg der Arzneimittelversorgung in Deutschland. Aus vielen Befragungen und Erhebungen wissen wir, dass die allermeisten Deutschen mit Ihrer Apotheke sehr zufrieden sind.
Das Beratungsinstitut INFAS hat im Rahmen des DAV-Wirtschaftsforums in Potsdam kürzlich die Ergebnisse einer Befragung zum Thema Selbstmedikation und Apotheke ver-öffentlicht. Anders als bei Stiftung Warentest, die immer noch Stichproben, beispielsweise in 27 der 21500 Apotheken, durchführt, wurden von INFAS mehr als 1000 Deutsche -repräsentativ befragt. Zentrales Ergebnis: 90 Prozent der Befragten vertrauen ihrer Apo-theke. Dieser Wert deckt sich übrigens mit den Ergebnissen vieler Erhebungen -anderer -Institute und Institutionen. Ob FORSA, Allensbach, Reader’s Digest oder nun INFAS:
Die Deutschen – hoffentlich auch Sie – vertrauen, quer durch alle Altersklassen, Bildungsschichten, ob männlich oder weiblich, den Apothekerinnen und Apothekern. Ein weiteres zentrales Ergebnis: Diejenigen, die sich in der Apotheke beraten lassen wollen und die beraten werden, haben den höchsten Zufriedenheitswert. Sie sind mit der Leistung des Apo­thekenpersonals zufriedener als diejenigen, die auf eine Beratung bewusst verzichten.

Das zeigt aber auch: Nicht jeder Apothekenkunde will beraten werden, viele verzichten ­bewusst auf Beratung. Deshalb meine Bitte an unsere Apothekenkunden: Nutzen auch Sie die Chance, sich beraten und von der ­Apotheke ihres Vertrauens begleiten zu lassen.

Ebenfalls interessiert sind Kunden an Medikationsdatenbanken und entsprechenden ­Angeboten in der Apotheke. Hier werden wir Apotheker uns noch stärker als bislang ­einsetzen und dieses Potenzial nutzen, um die Versorgung mit Arzneimitteln noch besser zu gestalten.

Insgesamt verdeutlicht die INFAS-Umfrage, dass die unabhängige und freiberuflich ­geführte Apotheke bei den Menschen enormes Vertrauen genießt und die fachliche Qualifikation in der Offizin geschätzt wird. Überall dort, wo wir können, werden wir diesen guten Status weiter ausbauen und verbessern. Zum Wohl der Patienten und für die ­Zukunft einer optimalen Arzneimittelversorgung durch die Vor-Ort-Apotheke.

Fritz Becker
Vorsitzender des Deutschen
Apothekerverbandes e. V. (DAV)
 

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