Gefälschte Arzneimittel rechtzeitig erkennen PDF Drucken E-Mail
Um Arzneimittel-Fälschungen noch leichter und schneller identifi­zieren zu können, haben sich Apotheker, der pharmazeutische Großhandel und Arzneimittelhersteller zur Initiative Securpharm zu­sammengeschlossen. Sie wollen ein Sicherheitssystem ent­wickeln, das Arzneimittel-Fälschungen spätestens bei der Abgabe in der Apotheke erkennt, teilt die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. November 2011 mit. Für 2013 ist ein Pilotversuch geplant, um das System zu testen. Dabei versehen mehrere pharmazeutische Hersteller die Um­kartons ausgewählter rezeptpflichtiger Medikamente mit einem sogenannten DataMatrix-Code, wie er von Bahntickets bekannt ist. Dieser Code enthält eine individuelle Seriennummer, die in einer Datenbank gespeichert wird.

Die Apotheken, die am Pilotprojekt teilnehmen, haben spezielle DataMatrix-Scanner, die den Code lesen können. Der Apothe­ker scannt den Code auf der Packung. Dabei wird die Serien­nummer abgefragt: Ist sie beim Hersteller unbekannt oder vielleicht sogar schon mal registriert worden, wird der Apotheker gewarnt. Das Arzneimittel darf dann nicht abgegeben werden, da es möglicherweise gefälscht ist. Der Datenschutz soll dabei gewahrt bleiben. Die Technologie, mit der das Arzneimittel identifiziert wird, muss allerdings noch entwickelt werden.
 

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