Burn-out: Vom Tüchtigen zum Süchtigen PDF Drucken E-Mail
Auch wenn es sich nicht um eine klar abgegrenzte Diagnose handele: Burn-out dürfe man keinesfalls als »Renten-Neurose«, also als Flucht aus der Arbeit in die Frührente abwerten, betonte Professor Dr. Dr. Dr. Felix Tretter, Bereichleiter des Kompetenzzentrums Sucht am Isar-Amper-Klinikum München im Rahmen des 10. Suchtforums in München. Darüber berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Juli 2011. Es gelte, bereits Frühstadien dieses arbeitsbezogenen Erschöpfungszustands zu erkennen und zu behandeln. Aus guten Grund: Ein Burn-out mache krank und gebe den Hintergrund für viele Suchtprobleme ab. Ein Missbrauch von Alkohol, Tabak und illegalen Drogen sowie von Arzneimitteln, der möglicherweise in eine Abhängigkeit führt, kann hinzukommen. »Man hat dann gleich mehrere Probleme«, warnte Apotheker Ulrich Koczian, Vizepräsident der Bayerischen Landesapothekerkammer. »Zum einen ist das Burn-out-Syndrom nicht behandelt, und zum anderen liegt eine Abhängigkeit von Arzneimitteln vor, die sich ebenso wie der Burn-out nicht von heute auf morgen beseitigen lässt.« Häufig sind es einfache Aufputschmittel wie hoch dosierte Koffeinpräparate, die am Tag die Leistungsfähigkeit steigern sollen. Völlig überdreht finden die Betroffenen am Abend nicht zur Ruhe und in einen erholsamen Schlaf. Ein Beruhigungs- oder Schlafmittel »muss« her.

Besteht der Verdacht auf Burn-out, empfiehlt sich für Betroffene eine gute ärztliche und vor allem psychologische Betreuung. Im Zweifel hilft ein stationärer Aufenthalt etwa in einer Klinik für Psychosomatik. Dort regenerieren sich die Patienten und lernen, die Zeichen körperlicher und seelischer Überforderung rechtzeitig wahrzunehmen und entgegenzusteuern.
 

Link Tipps

pflanzedesmonats.jpg



Gesundheitswetter

Pollenflug, Ozon,
Biowetter und Tipps

Online Spiele

banner_acc_small.jpg
banner_lorano_small.jpg