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Alternative zu Antibiotika |
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Die einstige Wunderwaffe im Kampf gegen Infektionskrankheiten ist stumpf geworden: Immer häufiger kommt es zu Resistenzen gegen die einst so zuverlässigen Antibiotika. An welchen Alternativen Forscher derzeit arbeiten, darüber berichtet die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. November 2011.
Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und
Immunologie IZI in Leipzig haben möglicherweise eine Alternative zu den
etablierten antibiotisch wirkenden Substanzen gefunden. Sie arbeiten mit
Ketten verschiedener Aminosäuren, also speziellen Eiweißverbindungen,
um bakterielle Krankheitserreger abzutöten. Sie verändern diese Stoffe,
indem sie deren Bauteile, also die Aminosäuren, austauschen und umbauen.
Dabei entsteht das eigentliche Wirkprinzip: Durch den Umbau hat die neu
geschaffene Eiweißkette eine andere elektrische Ladung als die Hülle das
Bakteriums. Dadurch entsteht eine elektrische Anziehungskraft. Hat die
Eiweißhülle an der Bakterienhülle einmal angedockt, entfaltet sich die
antibakterielle Wirkung. So erfassen diese Eiweißketten in Labortests
etwa Bakterien wie Streptococcus mutans, der in der Mundhöhle Karies
erzeugt, oder gar den multiresistenten Krankenhauskeim Staphylococcus
aureus. Das Gute: Die Eiweißketten richten sich nicht nur gegen
Bakterien, auch Pilze und einige Viren werden so im Labor schachmatt
gesetzt. Bislang haben die Leipziger Forscher 20 dieser kurzen
Eiweißketten identifiziert.
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