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3 Fragen – 3 Antworten Thema: Apotheker engagieren sich gegen Darmkrebs |
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Die Apotheker unterstützen die Felix-Burda-Stiftung im Kampf gegen den Darmkrebs. Beteiligt ist das Wissenschaftliche Institut für Prävention im Gesundheitswesen der Apotheker (WIPIG). Die Sprecherin des Institutsdirektoriums, Margit Schlenk, sagt, was Apotheker hierbei leisten können.
Frau Schlenk, Darmkrebs ist eine bedrohliche Krankheit. Wie können Apotheker helfen?
Schlenk: Über vier Millionen Kunden kommen täglich in die Apotheke. Diese vielen Menschen können von Apothekern über Darmkrebs und seine Früherkennung umfassend informiert werden. Gerade bei Darmkrebs ist das besonders wichtig: Jedes Jahr sterben daran in Deutschland 27000 Menschen. Viele könnten überleben, denn es handelt sich um eine Krebsart, die man durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen rechtzeitig erkennen und heilen kann. Wir Apotheker möchten daher einen Beitrag leisten, dass das Thema Darmkrebs und die Möglichkeiten der Früherkennung in der Bevölkerung mehr Aufmerksamkeit finden. Ich kann nur dazu ermutigen: Fragen Sie Ihren Apotheker zum Thema Darmkrebs!
Was können Apotheker tun, um mehr Menschen für die Früherkennung zu gewinnen?
Schlenk: Apotheker können deutlich machen, welche Chancen die Früherkennung bei Darmkrebs bietet. Durch eine Darmspiegelung kann der Arzt Vorstufen der Erkrankung, sogenannte Polypen, erkennen, bei Bedarf entfernen und so Darmkrebs verhindern. Aber es gibt bei den Menschen Wissenslücken, Fragen und manchmal Vorbehalte. Und dafür ist der Apotheker ein schnell erreichbarer, vertrauter und fachkundiger Ansprechpartner. Er kann auf die Möglichkeiten zur Früherkennung hinweisen und sie erklären. Er kann über das Krankheitsrisiko aufklären und mögliche Risikopatienten direkt ansprechen und an den Arzt verweisen. Apotheken können Kunden mit Informationsmaterial versorgen oder Aktionstage zum Thema Darmkrebs-Vorsorge organisieren. Wichtig ist dabei die Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern wie beispielsweise Ärzten. Viele Apotheker nutzen auch Kontakte zu Seniorenheimen, Selbsthilfegruppen oder Krankenhäusern und halten dort Vorträge.
Womit befasst sich das WIPIG außer mit Darmkrebs? Was will es erreichen?
Schlenk: In einer alternden Gesellschaft wird Gesundheitsvorsorge immer wichtiger. Durch die flächendeckende Verbreitung und die vielen Kundenkontakte sind Apotheken ein wichtiger Knotenpunkt, wenn es um die Vorbeugung von Krankheiten geht. Neben Darmkrebs beschäftigen sich Apotheker zum Beispiel mit dem Thema Ernährung. Durch eine gezielte Ernährungsberatung und regelmäßiges Messen von Blutzucker und Cholesterin lassen sich Osteoporose, Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. In Kooperation mit Schulen und Kindergärten versuchen Apotheker und auch das WIPIG, schon die Jüngsten für gesundes Essen zu begeistern. Im Herbst des letzten Jahres war zudem Stillen ein Thema für das WIPIG, dieses Jahr werden wir uns intensiv mit Alzheimer beschäftigen.
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