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Selen - Ein Spurenelement mit nicht zu unterschätzender Wirkung |
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1957 entdeckten Forscher das Selen ein lebenswichtiges Spurenelement ist. Ein Mangel führt zu Wachstumsstörungen an Knochen und Muskeln. Inzwischen ist das Wissen um die Bedeutung dieses Elementes gewachsen. Heute wird es einzeln oder in Kombination mit den Vitaminen A, C, E, zur Therapieunterstützung und Vorbeugung bei Krebs, Rheuma, chronischen Entzündungen oder bei Schwermetallbelastung angewandt. Für den Erwachsenen wird ein Bedarf von 30 - 70 Microgramm, also 30 - 70 Tausendstel Milligramm von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) postuliert. Da unsere Ackerböden durch die Schmelze nach den Eiszeiten als auch durch Jahrhunderte langer Nutzung ausgelaugt sind und das Grundnahrungsmittel Getreide an den Rand des Speiseplans gedrängt wird ist die Folge, dass der sich durchschnittlich ernährende Bundesbürger ein subklinischen Mangel hat. Subklinisch bedeutet noch nicht krankmachend aber doch eine volle Leistungsfähigkeit verhindernd.
So wirkt Selen: Selen wirkt als unabdingbarer Bestandteil von Schutzenzymen (z.B. Glutathionperoxidase) ebenso, wie die Vitamine A, C, E, als Antioxidanz. Die Wirkung richtet sich also gegen negative Sauerstoffeinflüsse. Unsere Energiegewinnung ist ein sauerstoffabhängiger Prozess. Denken Sie nur daran, dass wir ohne Sauerstoff nicht leben können. Dies ist die Begründung warum wir den Prozess unser Energiegewinnung auch Verbrennung nennen. Doch wann immer wir etwas verbrennen entsteht als Überbleibsel schädlicher Sauerstoff, der Sauerstoffradikal heisst. Diese Sauerstoffradikale greifen den Organismus an und sind für den Alterungsprozess, Verschleiss, Schäden an unserem Erbgutträgern (Chromosomen) etc. verantwortlich. Durch Sauerstoffradikale werden wir jedoch nicht nur aus unserer Eigenproduktion belastet sondern auch durch Aufnahme von aussen. Wir finden sie in gigantischer Menge im Zigarettenrauch; sie entstehen auch durch kosmische Strahlung (UV-Licht) welches die Sauerstoffmoleküle der Luft zersetzt, bei Röntgenbestrahlung, bei Einnahme bestimmter Medikamente, Alkoholkonsum, Schadstoffe aus Motoren, bei erhöhter Belastung durch Schwermetalle wie Blei und Cadmium, in unseren Lebensmitteln durch Einsatz von Pestizide und Schädlingsbekämpfungsmitteln, durch Stress sowie Bakterien und Viren. Selen im Arzneimittel: Selen wird organisch gebunden an den Aminosäuren Methionin oder Cystein, so in Selenhefeprodukten, oder anorganisch, z.B. Natriumselenit, angeboten. Dem organisch gebundenem Selen sagt man nach dass es schnell aufgenommen und in unspezifischen Proteinen eingebunden wird. Die Einbindung erfolgt jedoch nicht ausschliesslich in Proteinen, die oben beschriebenen Schutzfunktion ausüben. Der spezifische Einbau von Selen im Körper geschieht erst nach dem Abbau dieser unspezifischen Proteine. Anorganisch gebundenen Selen steht bei guter Löslichkeit des Selensalzes dem Körper direkt zur Verfügung. Das aufgenommene Selen geht im Organismus in den Selenwasserstoffpool über von dem aus es schnell und effektiv für Selenproteinsynthesen zur Verfügung steht.
Selen hat eine positive WirkungEntzündung: Selen unterstützt bei Entzündungen den Heilungsprozess, denn auch hier spielen gefährliche Radikale eine Rolle. Regelmässige Einnahme hilft bei chronischen Entzündungen wie Asthma bronchiale, Rheuma oder auch bei Morbus Crohn und Colitis ulzerosa. Dies sind alles Erkrankungen bei denen häufig erniedrigte Blutselenspiegel nachgewiesen werden können.
Schilddrüse: Selen ist wichtiger Bestandteil eines Enzyms welches das Schilddrüsenvorstufenhormon Tetrajodthyronin in die aktive Form Trijodthyronin umwandelt. Wen wundert es da noch, dass wir in der Schilddrüse die höchsten Selenkonzentration in unserem Körper finden. Jod und Selenmangel treten häufig gemeinsam auf, so dass die einseitige Gabe von nur Jod oder nur Selen ebenso schädlich sein kann wie der Mangel dieser Elemete. Wichtig ist also die Zufuhr beider Spurenelemente in geeigneter Menge. Dabei sollte immer der Jodmangel zuerst und dann der Selenmangel korrigiert werden.Jodmangel zuerst und dann der Selenmangel korrigiert werden.
Immunsystem: Das Immunsystem hat die Funktion körperfremde Eindringlinge (Viren, Bakterien,....), entartete Zellen (Krebsgewebe) zu erkennen und zu zerstören. Herrscht Selenmangel vor, so ist die Wirksamkeit als auch die Anzahl der Immunzellen sowie deren Fähigkeit Antikörper gegen Fremdstoffe zu bilden vermindert. Eine regelmässige Selenzufuhr erhöht also die natürliche Leistungsfähigkeit des Immunsystems. Bei AIDS Erkrankten entdeckte man beispielsweise, das sich die HIV Viren offenbar erst der nächsten Zelle annehmen, wenn der Bestand an Selen in der bereits befallenen Körperzelle aufgebraucht ist. Niedrige Selenspiegel bewirken also ein schnelles Voranschreiten der Erkrankung.
Selenmangel: Selenmangel ist verbreiteter als allgemein angenommen insbesondere bei Menschen mit starker Belastung. Dies könnte sein: Schwere körperliche Arbeit, Stress, chronische Verdauungsstörungen, Vegetarier und Veganern oder aber auch bei Alkoholikern. Folgen von Selenmangel: Die Medizinforschung der letzten Jahre hat direkte Zusammenhänge zwischen Selenmangel und Abwehrschwäche, Herz-Kreislauferkrankungen, chronisch zerstörerischen Erkrankungen wie Tumor oder rheumatischen Erkrankungen nachgewiesen und indirekte bei entzündlichen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, Herzmuskelschwäche und Schwermetallbelastung (z.B. Zahnfüllungen aus Amalgam). Selenmangel lässt sich nach einer Vollblutentnahme im Labor diagnostizieren.
In Schlagworten: - Selen ist unentbehrlich für die Entwicklung der Spermien. - Es schützt Herz und Gefässe vor Artheriosklerose und Thrombozytenaggregation (Verklumpung von Blutplättchen) - Es schützt unser Erbgut vor schädlichen Veränderungen - Bei Schwermetallbelastung bildet Selen mit diesen unlösliche Komplexe, die dann ausgeschieden werden können.
Selen ist in unserer Apotheke erhältlich. |
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