|
Man unterscheidet zwei große Gruppen von Kopfschmerzarten: Migräne- oder Spannungskopfschmerzen. Migräne und Spannungskopfschmerzen sind in Ihren Symptomen sehr ähnlich, aber in der zu erfolgenden Therapie unterschiedlich. Deshalb sollte man immer zuerst abklären, ob es sich um eine Migräneattacken oder Spannungskopfschmerzen handeln.
Migräne mehr als 180 Tage im Jahr Dauer: 4 - 72 Std. einseitige Kopfschmerzen pulsierend mäßig bis stark Intensität wird durch Körperaktivität verstärkt oft mit Übelkeit mit/ohne Erbrechen Licht- und/oder Geräuschempfindlichkeit Spannungskopfschmerzen weniger als 180 Tage pro Jahr Dauer: 30 min. bis 7 Tage beidseitige Kopfschmerzen drückende bis ziehende Schmerzen leichte bis mäßige Intensität wird durch körperliche Aktivität gemildert Typische Migränepatienten: ca. 42 Jahre leiden ca. 2 x pro Monat unter Migräne mit Übelkeit legt sich bei einer Attacke über mehrere Stunden hin und klagt über Licht- und/oder Geruchsempfindlichkeit.
Die richtige Dosierung der Medikamente ist von großer Wichtigkeit bei der Migränetherapie:
Bei leichten bis mäßigen Migräneschmerzen: ASS 1000 mg ( z.B.Aspirin Migräne) Ibuprofen 400-600mg ( z.B. Dolormin Migäne, Aktren forte) Paracetamol mindestens 1000 mg ( z.B. 2 Tab. Paracetamol ratiopharm 500 mg)
Bei starken Migräneschmerzen: Ass mindestens 1000 mg Ibuprofen 600mg Paracetamol mindestens 1000 mg
In Verbindung mit einem Medikament gegen die Übelkeit und dem Erbrechen Dimenhydrinat 150 mg ( z.B. Vomex Zäpfchen) Metoclopramid ( rp!) MCP Tropfen Domperidon ( rp!) Motilium Tropfen Triptan-Therapie rezeptpflichtig (= rp) Sumatriptan 50 - 100 mg ( Imigran ) Zolmitriptan 2,5 mg (Ascotop) Naratriptan 2,5 mg ( Naramig) Rizatriptan 10 mg ( Maxalt) Eletriptan 20,40,oder 80 mg ( Relpax )
Folgen von mangelnder Dosierung: Mangelnde Schmerzbehandlung Arbeitsunfähigkeit soziale Beeinträchtigung
Die richtige Behandlung von Migräne ist ganz wichtig um Folgeerkrankungen vorzubeugen, wie zum Beispiel: Epilepsie, Depression, Hirninfakt, soziale Phobien und Angstkonflikte.
Wer im Monat mehr als 4 Migräneattacken hat sollte unbedingt eine Prophylaxe durchführen. Zur Therapie berät Sie ihr Arzt. Zur Auswahl stehen ihm beispielsweise Betablockern (rp!) z.B. Metoprolol und Propranolol oder Flunarizin.
Migräneattacken werden sehr häufig auch durch äußere Einflüsse hervorgerufen. wie z. B. durch bestimmte Gerichte bzw. Lebensmittel ( Chinesisch, Schokolade, coffeinhaltige Getränke), äußere Einflüsse ( z.B. Wetter, Ozonwerte) oder auch soziale Konflikte ( Streß, Kummer,...).
Aus diesem Grund ist es wichtig ein Migränetagebuch zu führen. Denn mit Hilfe des Tagebuches kann man äußerliche Auslöser herausfinden und damit später vermeiden.
Tipps: Wichtig: Nicht mehr als 10 Tage pro Monat hochdosierte Schmerzmittel einnehmen. Grund: Gefahr von Nieren-, Leberschädigung je nach Medikament. Die Blutwerte können sich verändern, deshalb 1 x pro Jahr eine Blutuntersuchung durchführen lassen. Eine Dauermedikation von Schmerzmittel setzt die Schmerzgrenze herab, mit der Folge der später benötigten höheren Schmerzmitteldosierung und dem steigendem Nebenwirkungsrisiko. |
|
|