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Erreger Aphthovirus aus der Familie der Picornaviridae Epidemiologie Neben Klauentieren werden auch Elefanten und der Mensch befallen. Die Morbidität bei Menschen ist gering und der Krankheitsverlauf harmlos und häufig symptomlos. Die meisten Infektionen bei Mensch traten bei Mitarbeitern virologischer Labors auf.
Verbreitet ist der Virus weltweit mit Ausnahme Nordamerika, Neuseeland und Australien. Auch in Europa traten in den letzten Jahren immer wieder Fälle auf: 1988 zuletzt in Deutschland, 1994 in Italien, 1996 in Albanien, 1996/97 in Griechenland. Ferner grössere Ausbrüche in den letzten Jahren in Taiwan und verschiedenen anderen Ländern Ostasiens, Russlands und Nordafrika. Die Viren verbreiten sich leicht durch Importtiere, Fleisch und Fleischerzeugnisse, selbst durch Futter, Packmaterial, Fahrzeuge und Bekleidung. Tiere die unentdeckt die Krankheit überstanden haben können noch 2 Jahre später Viren verbreiten. In den 60-er Jahren mussten in Grossbritannien während eines Ausbruchs mehr als 400.000 Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen getötet werden. In Taiwan tötete man über 1 Million Schweine.
Klinische Symptomatik
Die Inkubationszeit beträgt 1-7 Tage. Anfänglich vermehren sich die Viren in der Rachenschleimhaut. Später finden sich die Viren auch in Blut, Speichel und der Milch. Mit Beginn der Entzündung der Mundschleimhaut beginnen die Tiere zu speicheln. Es bilden sich schmerzhafte Blasen auf den äusseren Schleimhäuten, welche eine Folge von Verflüssigung von Zellen sind. Wegen der Scherzen in den Klauen trippeln die Tiere oder heben zuckend ihre Füsse. Je nach Virusstamm besteht eine Morbidität zwischen 20-50%.
Diagnose
Diagnose und schon allein der Verdacht sind meldepflichtig. Alle Klauentiere des betroffenen Bestandes sind unter strengen Vorsichtsmassnahmen zu töten und unschädlich zu beseitigen. Eine Behandlung der Tiere ist verboten.
Impfstoffe sind nicht mehr im Handel. Prophylaktische Impfungen, wie sie in den Jahren vor 1991 jährlich stattfanden, unterbleiben jetzt, da sie mehr Schaden anrichteten als Nutzen bringen. Impfdosen werden nur noch auf der Insel Riems gelagert, wo seitdem an einer Verbesserung des Impfstoffes gearbeitet wird. Die Impfung darf jedoch nur mit EU-Genehmigung aus Brüssel erfolgen. Die Firma Bayer gibt an, dass sie innerhalb von fünf Tagen 1 Million Impfdosen produzieren könnte. Am 26. Februar 2001 hat das Bundesministerium für Verbraucherschutz beschlossen im Falle einer Einschleppung nach Deutschland die Seuchenausbreitung durch eine kombinierte Tötungs- und Impfaktion zu verhindern.
Ungefährlich für den Menschen
Obwohl stark ansteckend bei Klauentieren besteht für den Verbraucher keine Gefahr. Denn theoretisch wäre es sogar möglich das Fleisch infizierter Tiere zu verzehren. Ein Abhängen des Fleisches von 2-3 Tagen soll es bereits so übersäuern, dass die säureempfindlichen Aphthoviren absterben. Auch ein Erhitzen der Nahrung vernichtet die Viren. Meist sind von dieser Erkrankung nur Virologen und Tierärzte betroffen. Sollte es zu einer Erkrankung führen äusserst sich diese durch Fieber, Zahnfleischlockerung oder Nagelbettentzündung. |
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