Magenübersäuerung PDF Drucken E-Mail
Was geschieht im Magen:
Im Magen vollzieht sich der größte Teil der chemischen Verdauung, wobei die Speisen zwischen 1 bis 5 Stunden im Magen bleiben, je nach Zusammensetzung. Kohlehydrate verweilen am kürzesten, Fett am längsten. Im Magen herrscht beim Gesunden ein saures Milieu, pH zwischen 1,5-3. In der Magenschleimhaut gibt es 2 Arten von Drüsenzellen, die oberflächlichen, schleimbildenden Drüsenzellen und die Magendrüsen, die den Magensaft bilden. Der Schleim, der von den Drüsen gebildet wird, schützt den Magen vor der Selbstverdauung durch Salzsäure und Pepsin ( ein eiweißspaltendes Enzym ). Die Schleimbildung wird oft durch Streß beeinträchtigt. Salzsäure und Pepsin werden von 2 weiteren Drüsenzellentypen des Magens gebildet. Die Hauptzellen bilden das Pepsinogen, das unter dem Einfluß der von den Belegzellen gebildeten Salzsäure zu Pepsin umgewandelt wird. Wie kommt es zur Übersäuerung:
Es gibt 2 völlig verschiedene Dinge, die einem sauer hochkommen: Essen( und damit aufgenommene Bakterien) oder Ereignisse( Streß ). Durch lokale Einwirkungen von für den Magen schädlichen Stoffen, Alkohol, bakterielle Toxine, aber auch verschiedene Medikamente, kann es zur Übersäuerung kommen. Bei zu fettem Essen, und dadurch bedingt zu langer Verweildauer der Speise im Magen, kann es zu einer vermehrten Salzsäureproduktion kommen. Und wenn jetzt die Schleimschicht nicht ausreichend ist, kommt es zur Sebstverdauung des Magens.
 
Folgen der Übersäuerung:
Die Selbstverdauung des Magens, die Schritte sind: Magenschleimhautentzündung, Magengeschwüre bis hin zum Magenkrebs. Im Liegen gelangen Salzsäure und Verdauungsenzyme auch in die, nicht durch eine Schleimschicht geschützte, Speiseröhre, wo dann sofort die Selbstverdauung beginnt.(Reflux Oesophagitis) Es ist also leicht einzusehen, daß eine frühzeitige Behandlung notwendig ist.
 Medikamente:
Antacida: neutralisieren die überschüssige Magensäure und werden eingenommen, wenn die ersten Symptome auftreten. Die Säuere wird also produziert, aber dann unschädlich gemacht.

Übliche Medikamente: Kompensan, Riopan, Talcid, Maaloxan

H2-Blocker:
verhindern die Produktion von Magensäure, der Stop der Säureproduktion setzt nach ca. 0,5-1 Stunde ein, wird aber subjektiv als Erleichterung erst nach ungefähr 8 Stunden wahrgenommen, da die schon im Magen vorhandene Säure erst nach dieser Zeit abgebaut ist. Also ist es am besten, wenn H2-Blocker vor dem Zubettgehen eingenommen werden, so wird bereits in der Nacht eine weitere Säureproduktion verhindert und die Selbstverdauung der Speiseröhre wird vermieden. Würde man den H2-Blocker erst nehmen, wenn Symptome auftreten, wäre das weniger sinnvoll, weil die Säuere schon gebildet ist und jetzt nur noch durch Neutralisieren unwirksam gemacht werden kann. Die unmittelbaren Beschwerden werden eben nicht gleich gemindert.

Übliche Medikamente wie sie der Arzt verschreibt: Antra Mups, Omep, Ranitidin, Agopton, Rifun, Azuranit, Omeprazol, Pantozol, Rifunâ, Zantic, Cimetidin