Hatschi - und angesteckt! PDF Drucken E-Mail
Rhinoviren sind die klassischen Erreger der banalen Erkältungserkrankungen. Ca. 34 % der Erkrankungen der oberen Atemwege wird durch diesen Virentypus verursacht. Aber auch viele andere Viren verursachen ähnliche Symptome. Die Weltgesundheitsorganisation gibt als Ursache von oberen Atemwegserkrankungen in 95%, aller Fälle Viren an.
Hält man sich in einem Raum länger als 10 Minuten auf in dem jemand genießt oder gehustet hat, so hat man sich mit großer Wahrscheinlichkeit infiziert, denn feinste virenhaltige Wassertröpfchen schweben noch bis zu 4 Stunden nach einem Nieser in der Luft.
Ob Viren nun eine Krankheit auslösen oder nicht hängt von der Abwehrlage ab. Diese kann durch aktives sowie passives Rauchen, psychischem Streß, übermäßige sportliche Betätigung oder Fehlernährung beeinträchtigt sein. Kommt es zu einer Erkrankung, also zu einer starken Vermehrung der Viren, so können die Viren feinste Schleimhauverletzungen verursachen, die ihrerseits Eintrittspforten für Bakterien sind. Diese sogenannten "bakteriellen Sekundärerkrankungen" können nun wesentlich schlimmere Erkrankungssymptome auslösen als eine Erkältung allgemein hin erwarten lassen würde.
    
Die medikamentöse Behandlung von Viruserkrankungen ist schwierig, da Viren keinen eigenen Stoffwechsel besitzen und sich für ihre Vermehrung lebender Zellen bedienen. Diese enge Verbindung von Viren und Wirtszelle macht es sehr schwierig, gezielt Viren zu töteten ohne die Wirtszelle zu schädigen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig die körpereigenen Abwehrkäfte zu stärken um schon im Frühstadium der Virenvermehrung Paroli bieten zu können. Eine wichtige Voraussetzung ist die ausreichende Versorgung mit verschiedenen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen.

In den neuesten Studien kristallisiert sich vor allen Dingen das Spurenelement Zink als Immunsystem unterstützend und antiviral heraus. Eine rechtzeitige und ausreichend hoch und oft verabreichte Zinkmenge kann die Erkältungsdauer deutlich verkürzen bzw. einer Erkältung vorbeugen.

Anders sieht es aus, wenn es sich um Grippeviren (Influenza A / B) handelt. Hier ist es in jüngster Zeit gelungen ein Wirkstoff (Zanamivir, Produktname: RelenzaÒ) zu finden, der verhindert dass die Viren nach Vermehrung in Ihren Wirtszellen aus diesen herausgelangen. Die Infektion weiterer Zellen kann somit verhindert werden. Die Viren bleiben lokal begrenzt in der Lunge. Um dieses zu gewährleisten ist die Behandlung so früh wie möglich (innerhalb von 48 Std. nach Infektion), nach deutlichen Grippesymptomen, zu beginnen. Die Anwendung dieser Arznei (Inhalation) darf erst ab einem Alter von 12 Jahren angewandt und natürlich nur per Rezept abgegeben werden.