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Der Kreislauf der Haare Je nach Hauttyp und Haarfarbe wachsen durchschnittlich 100.000 bis 150.000 Haare auf dem Kopf eines erwachsenen Menschen, oder anders ausgedrückt 50-150 Haare pro cm2. Die Haare durchlaufen einen „Lebenszyklus“ mit unterschiedlich langen Phasen. Die Wachstumsphase (1cm je Monat) dauert ca. 2-8 Jahre. Die Haare sind während dieser Zeit fest in der Kopfhaut verankert. Ca. 90% aller Haare befinden sich in dieser Phase. Anschließend geht das Haar nach einer nur wenige Wochen dauernden Übergangsphase in die Ruhephase. Während der nächsten 2-4 Monate steckt das Haar nur lose in der Kopfhaut. Irgendwann fällt es dann bei mechanischer Beanspruchung ,z.B. durch Kämmen oder Trocknen mit dem Handtuch aus. Ein Teil der Wurzel verbleibt jedoch in der Haut und beginnt mit der erneuten Produktion eines Haares.
Hormonell bedingter Haarausfall - die häufigste Ursache Sowohl bei Männern als auch bei Frauen ist der hormonabhängige Haarausfall die weitaus häufigste Ursache. Im Fachchinesisch: Androgenetische Alopezie. Aufgrund erblicher Veranlagung erleiden ca. die Hälfte aller Männer und immerhin ein Viertel aller Frauen eine Lichtung der Haare. Die Ursache ist der überwiegende Einfluß der männlichen Hormone. Vererbt wird eine höhere Empfindlichkeit der Hormonrezeptoren an der Haarwurzel und nur selten eine höhere Hormonkonzentration im Blut. Daher sind Aussagen vieler Ärzte, die die Hormonkonzentration gemessen und für normal befunden haben falsch, wenn sie behaupten der Haarausfall sei nicht hormonell bedingt. Zwei Möglichkeiten der erhöhten Rezeptorempfindlichkeit gibt es: 1. Eine verstärkte chemische Verbindung; 2. Eine erhöhte Aktivität des Enzyms 5-alpha- Reduktase (siehe Propecia®). Für Frauen trifft häufig zu, daß der Haarausfall bei Hormonschwankungen, z.B. nach dem Absetzen der Antibabypille oder auch mit zeitlicher Verzögerung nach einer Geburt, einsetzt. Dieser Haarausfall kann durch therapeutische Hormonkorrekturen am leichtesten minimiert werden
Auch Medikamente können Haarausfall verursachen Die bekannteste Erscheinung ist der Haarausfall in der Krebstherapie, jedoch auch üblichere Medikamente können den Haarausfall fördern. Bekannt ist, dass dieser nicht unmittelbar nach der ersten Einnahme eines neuen Medikamentes einsetzen muß. Auch Medikamente, die man schon einige Monate anwendet können verantwortlich für das lichter werdende Haar sein. Ein Haarausfall von 50-150 Haaren pro Tag wird jedoch als normal angesehen. Je länger die Haare sind desto massiger erscheint jedoch die Anzahl. Bevor die Panik ausbricht ist Zählen ganz ratsam !
Mineralstoff- und Vitaminmangel Entsteht durch unzureichende Ernährung, durch Entzündungen des Magen-Darm -Traktes, durch ständige Verwendung von Abführmitteln oder länger anhaltendem Durchfall ein Mangel an Mineralien und Vitaminen so wird das Haar nicht nur glanzlos, spröde und brüchig sondern kann auch ein gleichmäßiges Ausdünnen zur Folge haben. Abhilfe kann hier ein Produkt namens Basica schaffen. Ein Spezialvitamin für Haar und Nägel ist das Biotin. Dies Halten wir für Sie in der Apotheke bereit. Fehlerhafte Pflege Aggressive Färbemittel und Dauerwellen können dem Haar schwer zusetzen. Möchte man sich solchen Prozeduren unterziehen, so sollte wenigsten auf möglichst große Abstände zwischen den Anwendungen geachtet werden.
Streß Neben dem körperlichem Streß, wie er durch Verletzungen, auch Operationen entstehen kann spielt auch der seelische Streß (Partnerkonflikte, Tod eines nahen Menschen) für den vorzeitigen Haarverlust eine erhebliche Rolle. Hier empfehlen wir Johanniskraut, welches Ihr nervliches Gleichgewicht bei regelmäßiger Einnahme wieder herstellt. Schwermetalle Schwermetalle braucht der Körper üblicherweise nur in Dosen, die sich Spurenelemente nennen. Vergiftungen durch Blei oder Quecksilber (Amalgam-Zahnfüllungen) sind bekannt. Mit bestimmten Medikamenten ist eine Entgiftung möglich. Leider werden solche Therapien nur in Ausnahmefällen von den Krankenkassen bezahlt. Eine gute Möglichkeit Ionen dieser Schwermetalle auszutauschen ist die Einnahme von Zink-Tabletten. Oft ist ohnehin schon ein Zinkmangel vorhanden und allein schon das Auffüllen der Zinkdepots kann zu einer Besserung führen. Welche weiteren Möglichkeiten haben Sie um dem Haarausfall entgegen zu wirken? Neben der Normalisierung der psychischen als auch der ernährungsabhängigen Situation stehen noch verschiedene Therapieformen zur Verfügung: Äußerlich anzuwendende Präparate - apothekenpflichtige Arzneien wie Pantosin® oder Ell Cranell alpha® enthalten ein chemisch abgewandeltes weibliches Hormon. Die kleine Abwandlung hat zur Folge, dass keine weibliche Hormonwirkung mehr vorhanden ist. Vielmehr bleibt die Wirkung der Hemmung der männlichen Hormone am Wirkort, der Kopfhaut. Die Wirkung ist die, das das Enzym 5-alpha-Reduktase, welche das männliche Hormon Testosteron in das an den Haarwurzeln wirkende Dihydrotestosteron umwandelt blockiert wird. Verschreibungspflichtige Präparate wie Alpicort F® und Crinohermal fem® wirken doppelt so stark bei gleichzeitiger 100 facher Reduktion der weibliche Hormonwirkung. Verlust des sexuellen Verlangens oder der Potenz treten wesentlich seltener auf. Infolge dessen können diese Präparate sowohl von Frauen als auch von Männer angewandt werden ohne das die Männer Angst vor Verweiblichung haben müssen. Gern reservieren wir Ihnen eins dieser Präparate. Vergessen Sie nicht Ihr Rezept mitzubringen wenn Sie zu uns kommen. Alternative, weil problemlos ohne Rezept und hier erhältlich stellt bei ähnlich guter Wirkung das Dercap Aminexil® dar.
Neu, seit September 2000 auf dem Markt, das verschreibungspflichtige Produkt Regaine Ò , welches den Wirkstoff Minoxidil zur lokalen Anwendung enthält. Die haarwuchsfördernde Wirkung ist sozusagen eine Randerscheinung einer Substanz, die zur Blutdrucksenkung entwickelt wurde. 80% der Patienten reagierten auf die Minoxidiltherapie mit verstärktem Haarwuchs am ganzen Körper. In der Folge entwickelte man eine Minoxidil Lösung zum Auftragen auf die Haut. Erfahrungen aus 10 jähriger Anwendung in den USA zeigen, dass etwa 1/3 aller Männer mit deutlich sichtbarem Haarwuchs und ein weiteres Drittel mit geringem Haarwuchs rechnen kann. In Deutschland ist das Produkt nur für den männlichen Haarausfall zugelassen.
Lassen Sie sich von ihrem Arzt gründlich zu allen Fragen, wie Wirkung und Nebenwirkung, beraten. Sie sehen die Auswahl ist gross und nicht selten gerät der Kauf eines Präparates gegen Haarausfall zu einem weiteren Experiment. |