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Was Insulin mit Krebs zu tun hat |
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"Hohes Krebsrisiko durch Insulin glargin", titelten im Juni Zeitungen sowie Radio- und Fernsehnachrichten. Die Studie, die zu dieser Warnung führte, weist methodische Mängel auf. Ob das Krebsrisiko durch Insulin glargin tatsächlich steigt, bedarf daher der Klärung.
Zuviel Insulin über Jahre hinweg birgt ein gewisses Risiko
Verantwortlich dafür ist Insulin – unabhängig davon, ob es aus der Ampulle oder aus der eigenen Bauchspeicheldrüse kommt. Vor allem ein Zuviel wirkt sich nachteilig aus. "Bei Typ-2-Diabetikern weist das Blut oft schon vor der Diagnose der Erkrankung über Jahre hinweg ständig erhöhte Konzentrationen des Hormons auf", erklärt der Experte. Die Bauchspeicheldrüse produziert es bereits vor Beginn eines Typ-2-Diabetes in steigenden Mengen, um auszugleichen, dass die Organe immer weniger auf das Hormon reagieren. Mediziner sprechen von einer sogenannten Insulin-Resistenz. Diese setzt eine Abwärtsspirale in Gang: Je mehr Insulin die Diabetiker-Bauchspeicheldrüse produziert, umso schlechter wirkt es. Kein unabwendbares Schicksal: Durch regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung – je früher, desto wirksamer – kann sich diese Spirale wieder in die andere Richtung drehen. Das belegen zum Beispiel die ROSSO- und die ROSSO-Praxisstudie. Die Neue Apotheken Illustrierte berichtete darüber.
Übergewicht und falscher Lebensstil erhöhen das Risiko
Auch an der Entstehung des Übergewichts ist Insulin beteiligt. Denn ständig erhöhte Insulinspiegel hemmen den Stoffwechselweg, der das Körperfett schmelzen lässt. "Ich ess’ doch fast nichts und nehme trotzdem nicht ab", klagt mancher daher nicht zu Unrecht. "Fast nichts" in kleinen Häppchen, regelmäßig über den ganzen Tag verteilt, sorgt bei Menschen mit Diabetes-Veranlagung für einen ständig erhöhten Insulinspiegel und hält die Abwärtsspirale in Gang. Hier können drei Mahlzeiten am Tag – und dazwischen tatsächlich nichts –helfen, Insulinspiegel und Körpergewicht zu senken.
Ernährungs- und Lebensstil-Änderungen führen nicht nur zu einer Senkung der notwenigen Medikamenten- oder Insulindosis. Auch Risikofaktoren für die Entstehung einer Krebserkrankung sind vermindert. Zusätzlich sollten gerade Menschen mit Diabetes regelmäßig die Vorsorge-Untersuchungen nutzen, um eine Krebserkrankung frühzeitig zu erkennen.
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