Was Diabetikerfüßen Schmerzen bereitet PDF Drucken E-Mail
Trockene und warme Füße. Eigentlich ein gutes Zeichen. Doch bei Diabetikern muss dies kein Hinweis auf gesunde Füße sein. Das berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Dezember 2010. Warme und trockene Füße können ein Zeichen einer sogenannten diabetischen Polyneuropathie sein, die sich infolge einer schlechten Blutzuckereinstellung entwickeln kann. Betroffene nehmen Schmerzen an den Füßen nur noch eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr wahr. Auch nicht, wenn sie sich verletzen.
Fühlen sich die Füße hingegen dauerhaft blass und kalt an, weist dies auf eine gestörte Durchblutung hin. Hier hat der überschüssige Zucker im Blut oft lange Zeit unbemerkt die Blutgefäße geschädigt, Beine und Füße werden nicht mehr ausreichend versorgt. Experten sprechen von einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, kurz pAVK. Polyneuropathie und Durchblutungsstörung vergrößern bereits jede für sich das Risiko für ein Diabetisches Fußsyndrom, einem häufigen Grund für Fußamputationen. Treten beide gemeinsam auf, steigt das Risiko noch einmal deutlich an.

Diabetologen wissen: 80 bis 90 Prozent der Amputationen ließen sich verhindern, wenn Patienten richtig vorbeugten. Dazu gehören unter anderem eine regelmäßige Kontrolle der Füße beim diabetologisch geschulten Fußpfleger, tägliche Fußpflege und -kontrolle sowie geeignetes Schuhwerk und Strümpfe.
 

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