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Unterzucker-Signale wieder spüren lernen |
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Schwere Unterzuckerungen, also solche, bei denen Betroffene auf die Hilfe anderer Personen angewiesen sind, können langfristig womöglich Herz und Hirn schädigen. Welche Faktoren eine Hypoglykämie bedingen und was man dagegen tun kann, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Februar 2012.
Diabetiker, die Sulfonylharnstoffe einnehmen oder mit Insulin spritzen, laufen potenziell Gefahr, in eine Unterzuckerung zu rutschen. Die bei Gesunden rechtzeitig einsetzende Gegenregulation arbeitet bei Diabetikern nicht mehr einwandfrei. Alarmreaktionen wie Zittern, Herzrasen oder Heißhunger setzen erst bei deutlich tieferen Zuckerwerten ein. Ein Diabetiker merkt deshalb oft zu spät, dass seine Werte unterhalb des Normbereichs liegen. Und: Mit der Anzahl an Unterzuckerungen versagt die Gegenregulation immer weiter.
Faktoren wie das falsche Abschätzen von Kohlenhydratmengen, die schlechte Durchmischung eines Basal- oder Mischinsulins, ein zu langer Spritz-Ess-Abstand, Fehler in der Insulindosis-Anpassung während eines Magen-Darm-Infekts, ungewohnte Aktivität oder übermäßiger Alkoholkonsum können in einen Unterzucker führen. Neben einer ausführlichen Schulung, wie sich diese Risikofaktoren vermeiden lassen, empfiehlt sich ein sogenanntes Unterzucker-Wahrnehmungstraining. Dabei lernen Betroffene, genau darauf zu achten, welche körperlichen oder psychischen Befindlichkeiten speziell bei ihnen auf eine Hypoglykämie hinweisen. Manch einer wird nur unerklärlich müde, fühlt sich aggressiv oder hat nur ein unbestimmtes Bauchgefühl.
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