Nebenwirkungen von Arzneimitteln manchmal gut PDF Drucken E-Mail
Arzneimittel haben neben ihrer Hauptwirkung nicht nur unerwünschte Nebenwirkungen. Manche davon können sich auch als nützlich erweisen. So kann Metformin, ein Wirkstoff gegen erhöhte Blutzuckerwerte bei Typ-2-Diabetikern, das Risiko vermindern, an Krebs zu erkranken. Das berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Februar 2011. Metformin scheint die Zahl der sogenannten Gedächtniszellen im Immunsystem zu vermehren. Besondere Bedeutung besitzt eine Schutzwirkung durch diesen Wirkstoff, da Studien zufolge Typ-2-Diabetiker im Vergleich zu Nicht-Diabetikern vermehrt an Krebs erkranken.
Auch der Blutdrucksenker Telmisartan besitzt einen solchen Zusatznutzen. Neben der Blutdruck senkenden Wirkung beeinflusst der Arzneistoff auch den Nüchternblutzucker und den Blutzucker-Langzeitwert, den sogenannten HbA1c-Wert, bei Diabetikern positiv. Der Grund: Telmisartan kann an einer speziellen Bindungsstelle im Zellkern andocken, am sogenannten PPARy-Rezeptor. Dieser leitet die günstigen Arzneistoff-Effekte weiter.
 

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