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Elektronik für Diabetiker – was es Neues gibt |
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In der "Diabetes-Moderne" hält immer mehr Elektronik Einzug in den Alltag. Klingt kompliziert. Altgediente Diabetiker mögen Neuerungen zu anstrengend finden. Doch auch für sie kann sich der Blick über den gewohnten Standard hinaus lohnen, denn modernste Technologie kann das Leben mit Diabetes sehr vereinfachen.
Für Diabetiker, die das "Herumfummeln" mit den oft kleinen Teststreifen
noch nie schätzten, steht ein Gerät zur Verfügung, das mit 50
Teststreifen bestückt ist. Das bedeutet: Der Anwender kommt mit den
Messstreifen nicht mehr in Berührung. Nach der 50. Messung tauscht er
die Trommel einfach aus – und schon geht’s weiter.
Eine weitere Verbesserung: Die Geräte mehrerer Hersteller markieren nun
flexibel die jeweils vor und nach dem Essen bestimmten Blutzuckerwerte.
Auf diese Weise lassen sich diese bei der Datenkontrolle durch Arzt
oder Patienten sofort erkennen – für die Therapieplanung eine
wesentliche Verbesserung.
Eine Neuheit für Pumpenträger: ein interaktives System, das
Blutzuckermessgerät, Insulinpumpe und Datenverwaltung kombiniert.
Zuckermessgerät und Pumpe können hier über eine drahtlose sogenannte
Bluetooth-Verbindung in beide Richtungen Daten miteinander austauschen.
Wie mit einer Fernsteuerung sendet das Blutzuckermessgerät dann die
Information über die abzugebende Insulinmenge an die Pumpe. Diese
wiederum gibt eine Rückmeldung, die auf dem Sichtfenster des
Messgerätes erscheint und dem Diabetiker Sicherheit bietet. Ideal ist
die Elektro-Kombi auch in der Diabetestherapie von Kindern: Eltern
können die Insulindosierung der Pumpe per Fernsteuerung lenken, ohne
dass ein Kind beispielsweise beim Spielen unterbrochen werden muss.
Erinnerungsfunktionen, auf dem Geräte-Sichtfenster gezeigte grafische
Darstellungen des Blutzuckerverlaufs, die einfache Datenübertragung auf
den Computer – auch auf den des behandelnden Arztes – komplettieren die
Ausstattung moderner Messgeräte. Allen gemein: Sie funktionieren auch
auf dem "kleinsten gemeinsamen Nenner". Das heißt: Wie bei einem Handy,
mit dem man mindestens telefonieren kann, lässt sich auch bei modernen
Messgeräten allein der Blutzucker messen. Wer Zusatzfunktionen scheut,
ist also keinesfalls verdammt, sie dennoch nutzen zu müssen.
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