Diabetiker: Vor dem Sport-Start zum Nervencheck PDF Drucken E-Mail
Wenn beim Sport der Puls nicht mit der Belastung ansteigt, kann dies bei Diabetikern ein Hinweis auf eine sogenannte autonome Neuropathie sein. Das Nervensystem meldet dabei die erhöhten Anforderungen nicht an das Herz weiter. Nicht erkannte Nervenschäden am Herzen können in einem Herzinfarkt enden, wenn sich der Betroffene überlastet, warnt daher Diabetologin Dr. Ingrid Helmstädter in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Juni 2011. Sie rät: »Wer längere Zeit keinen Sport getrieben hat, sollte auf jeden Fall durch ein Belastungs-EKG klären lassen, ob mit dem Herzen alles in Ordnung ist.« Ebenfalls eine mögliche Folge der autonomen Neuropathie: Die Wahrnehmung für einen Unterzucker lässt nach oder fehlt bei manchen Diabetikern sogar ganz. »Menschen, die davon Betroffen sind, sollten beim Sport häufig ihren Blutzucker kontrollieren«, rät die Diabetologin. So kann man rechtzeitig mit ein paar Extra-Kohlenhydraten gegensteuern.

Bekannter als die autonome Neuropathie ist die Polyneuropathie. Diese Nervenschädigung zeigt sich meist im Bereich der Beine und Füße. Betroffene verlieren mehr und mehr das Schmerzempfinden und bemerken Verletzungen schlechter. Sie sollten daher ihre Füße nach dem Sport immer sorgfältig kontrollieren. Weniger bekannt: Eine Polyneuropathie kann auch das Ballgefühl beim Fußballspielen verschlechtern. Laufvermögen und Handkraft bleiben jedoch erhalten.
 

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