Diabetiker: Schlaf den Stoffwechsel gesund PDF Drucken E-Mail
Zu wenig Schlaf oder Störungen der Nachruhe können einen Diabetes verschlechtern und das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen. Darauf weist die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Juni 2011 hin. Besonders fatal: nächtliche Atemaussetzer. »Diese bedeuten Stress für den Organismus«, erläuterte Professor Dr. Joachim H. Ficker, Leiter des interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums am Klinikum Nürnberg. Atemaussetzer, das sogenannte Schlafapnoe-Syndrom, verschlechtern bei Diabetikern eine gute Blutzuckereinstellung. Zudem lassen sie den Blutdruck nach oben schießen. Oft sind gerade die morgendlichen Werte besonders schlecht. Die Betroffenen fühlen sich zumeist unausgeschlafen und wie gerädert. Die Konzentration leidet, und mitten am Tag stellt sich – oft schleichend – eine bleierne Müdigkeit ein, die die Betroffenen während des Tages auch schon einmal einnicken lässt.

Abhilfe können spezielle Atemmasken bringen. In der Nacht getragen leiten sie mit einem leichten Überdruck Luft in die Atemwege. Ficker: »Der gering erhöhte Luftdruck pflanzt sich über die Nase in den Rachen fort und hält die Atemwege während der ganzen Nacht offen. Schnarchen und Atempausen sind verschwunden. Schon nach kurzer Zeit wird der Schlaf wieder erholsamer, die Müdigkeit und Einschlafneigung verschwinden, die Stoffwechseleinstellung verbessert sich.«