Diabetiker: messen aber nicht prassen PDF Drucken E-Mail
Während zielloses Messen auch dazu führt, Blutzucker-Teststreifen zu verschwenden, verhilft das intelligente Messen nicht nur zu besseren Blutzuckerwerten, sondern auch zu einer verbesserten Verwendung des kostbaren Guts Teststreifen«, betonte Diplom-Psychologe Dr. Bernhard Kulzer vom Diabetes Zentrum Bad Mergentheim in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Juli 2011. Das ergab die sogenannte STeP-Studie, während der Wissenschaftler eine strukturierte Blutzuckermessung untersuchten. »Intelligent messen bedeutet, dass ein Diabetiker weiß, wann das Messen des Blutzuckers sinnvoll ist, also zu welchen Zeiten und zu welchen Situationen. Es bedeutet auch, dass die Messungen nicht nur ihrer selbst wegen stattfinden, sondern dass Menschen mit Diabetes in der Lage sind, aus den Ergebnissen Konsequenzen für die Therapie zu ziehen«, so Kulzer weiter.

Mögliche Konsequenzen beim Messen erhöhter Werte können zum Beispiel darin bestehen, sich mehr zu bewegen oder seine Ernährung zu optimieren. Auch zu niedrige Werte können auftreten. Die Hälfte der mit Tabletten behandelten Diabetiker verwendet Arzneimittel, deren Wirkmechanismus ein Risiko für Unterzuckerungen birgt. Wie man am besten auf ungünstige Werte reagiert, lernen Diabetiker – zusammen mit dem intelligenten Messen – im Rahmen spezieller Schulungen.
 

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