Diabetiker: Blutarmut verändert Wert für Langzeitzucker PDF Drucken E-Mail

 "Wenn ein Diabetiker unter einer Blutarmut leidet, dann verändert das den Wert für den Langzeitzucker HbA1c. Damit ist er nicht mehr so aussagekräftig", erläutert Diabetologin Dr. Ingrid Helmstädter aus Langen in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. September 2010. Diabetiker sollten daher neben anderen Werten einmal pro Jahr auch ihren Hämoglobinwert bestimmen lassen, rät sie. Der Wert gibt Auskunft, ob eine Blutarmut, fachsprachlich eine Anämie, vorliegt.


Ebenfalls jährlich überprüft die Fachärztin einen bestimmten Leberwert und die Nierenfunktion. Der Leberwert zeigt an, ob das Organ noch richtig arbeitet. So kann sie nicht nur eine Fettleber rechtzeitig erkennen, sondern auch, ob die Leber gesund genug ist, um Diabetesmedikamente abzubauen. Über die Nierenfunktion erhält sie Auskunft durch die Bestimmung des sogenannten Mikroalbumins. "Bei durch zu hohe Zuckerwerte geschädigten Nieren steigt die Konzentration des Albumins im Urin an, weil sie diesen wichtigen Eiweißstoff nicht mehr zurückzuhalten vermögen", erklärte Helmstädter.

Diese und weitere Werte sind Bestandteil des "Gesundheitspass Diabetes". Er gibt zudem Auskunft über die durchgeführte Behandlung und dient der Orientierung, weil hier Therapieziele niedergeschrieben sind, die Arzt und Diabetiker vereinbart haben. Interessierte erhalten ihn bei ihrem Diabetologen.
 

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